Dt. Reich 1871-1918 (Kaiserreich)
Dt. Besetzung 1914/18 Grundstocksammlung ** im Einsteckbuch
GrundstocksammlungDeutsche Besetzungsausgaben 1914/1918!Ideale Grundstocksammlung mit wertvollen Originalmarken aus diesem faszinierenden Sammelgebiet. Enthalten sind Marken aus allen fünf Teilgebieten: - Landespost Belgien, - Etappengebiet West, - Postgebiet Oberbefehlshaber Ost, - Deutsche Post in Polen, - Militärverwaltung in Rumänien.Insgesamt 87 Originalmarken im Einsteckbuch mit Inhaltsaufstellung.Immer postfrische Luxusqualität. Katalogwert über € 530,-
249,00 €*
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Dt. Besetzung Belgien MiNr. 1/9 ** Germania m. Aufdruck, 9 Werte
Belgien, 1. Ausgabe, lange WährungsbezeichnungKomplettsatz, 9 Werte des Deutschen Reichs mit schwarzem Buchdruck-Aufdruck. MiNr. 1-9. Luxusqualität postfrisch. Katalogwert € 400,-
249,00 €*
299,00 €*(16.72% gespart)
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Dt. Besetzung Belgien MiNr. 10/25 ** Germania m. Aufdruck, 16 Werte
Belgien, 2. Ausgabe, kurze WährungsbezeichnungKomplettsatz, 16 Werte des Deutschen Reichs mit schwarzem Buchdruck-Aufdruck. MiNr. 10-25. Luxusqualität postfrisch. Katalogwert € 380,-
259,00 €*
289,00 €*(10.38% gespart)
Dt. Besetzung Dt. Post in Polen MiNr. 1/5 ** Germania m.Aufdr.Russisch-Polen
Deutsche Post in Polen:Germania-Satz mit Aufdruck „Russisch-Polen“Germania-Marken des Deutschen Reichs für die Deutsche Post in Polen mit Aufdruck in Fraktur-Schrift. Komplettsatz der Erstausgabe von 1915. 5 Werte, Mi-Nr. 1-5. Postfrische Luxusqualität. Katalogwert € 45,-
39,50 €*
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Dt. Besetzung Dt. Post in Polen MiNr. 6/16 ** Germania m.schwarzen Aufdruck
Deutsche Post in Polen:Germania-Satz mit neuem Aufdruck „Gen.-Gouv. Warschau“Germania-Marken des Deutschen Reichs für die Deutsche Post in Polen mit geändertem Aufdruck in Fraktur-Schrift. Komplettsatz, 11 Werte. MiNr. 6-16. Postfrische Luxusqualität. Katalogwert € 100,-
71,50 €*
82,50 €*(13.33% gespart)
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Dt. Besetzung Etappe-West MiNr. 1/12 ** Germania m. Aufdruck, 12 Werte
Etappengebiet WestDas Gebiet an der Westfront umfasste Teile von Belgien und Nordfrankreich - je nach Frontverlauf. Den Postverkehr verwalteten die Armeen vor Ort. Komplettsatz, 12 Werte mit Buchdruck-Aufdruck. MiNr. 1-12. Luxusqualität postfrisch. Katalogwert € 370,-
259,00 €*
289,00 €*(10.38% gespart)
Dt. Besetzung Oberbefehlshaber Ost MiNr. 1/12 ** Germania m.Aufdruck
Komplettsatz der Kaiserreich-Marken für die im Osten eroberten russischen Gebiete (heute Estland, Lettland, Litauen und Teile Westrusslands).Sie wurden im November 1915 unter eine Zentralverwaltung des Oberbefehlshabers gestellt. 12 Werte, postfrischDeutsche Besetzung 1914/18 - Oberbefehlshaber OstKatalog-Nr. 1-12Katalogwert 100,00 EUR
79,00 €*
Dt. Besetzung Rumänien MiNr. 1/3 ** Germania-Satz m.gerahmten Aufdruck "M.V.i.R."
Deutsche Besetzung 1914/18 Rumänien:Germania-Satz mit gerahmtem Aufdruck „M.V.i.R.“Germania-Marken des Deutschen Reichs mit rotem Aufdruck für die Militärverwaltung in Rumänien ("M.V.i.R.") im Rahmen und neuem Wertaufdruck. Komplettsatz, 3 Werte, MiNr. 1-3. Postfrische Luxusqualität. Katalogwert € 100,-
39,95 €*
Dt. Besetzung Rumänien MiNr. 1/3 OR ** Germania-Satz m. gerahmtem Aufdruck "M.V.i.R."
Wertvoller Oberrandsatz der Germania-Marken des Deutschen Reichs mit rotem bzw. schwarzem Aufdruck für die Militärverwaltung in Rumänien ("M.V.i.R."). Komplettsatz, Katalog-Nr. 1-3 OR,3 Werte, postfrischKatalogwert 309,00 EUR
49,00 €*
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Dt. Besetzung Rumänien MiNr. 8/12 ** Germania-Satz mit Aufdruck "Rumänien"
Germania-Marken des Deutschen Reichs für das Gesamtgebiet Rumänien mit Aufdruck in Fraktur-Schrift.Komplettsatz, 5 Werte, postfrischDeutsche Besetzung 1914/18 - RumänienKatalog-Nr. 8-12Katalogwert 8,00 EUR
4,95 €*
6,95 €*(28.78% gespart)
Dt. Kolonien Kamerun MiNr. 2 ZS ** "Krone/Adler" senkr. Zwischenstegpaar
Deutsche Kolonien: Kamerun "Krone/Adler" MiNr. 2 ZSmit Aufdruck "Kamerun", als senkrechtes Zwischenstegpaar. Luxusqualität postfrisch. Katalogwert € 75,-
62,50 €*
Dt. Kolonien Kamerun MiNr. 20/23 ** Kurzsatz, 4 Werte mit Wz.1
Kamerun MiNr. 20-23 „Kaiseryacht“Kurzsatz, 4 Werte mit Wasserzeichen Wz.1 (Raute). Luxusqualität postfrisch. Katalogwert € 16,70
11,45 €*
Dt. Kolonien Kamerun MiNr. 7/15 ** Pfennig-Werte kleine Kaiseryacht
Kamerun MiNr. 7-15 „Kaiseryacht“Kurzsatz, 9 Werte. Luxusqualität postfrisch. Katalogwert € 250,-
229,00 €*
Dt. Kolonien Kamerun MiNr. 7/15 o FM: Kaiserjacht - Kurzsatz Pf-Werte
Kamerun MiNr. 7-15 „Kaiseryacht“Kurzsatz, 9 Werte mit Wertangabe in Pfennig, Luxusqualität gestempelt. Katalogwert € 45,60
38,00 €*
Dt. Kolonien Karolinen MiNr. 21+A21 ** 2 Werte Kaiseryacht, mit Wz.1
Karolinen MiNr. 21+A21 „Kaiseryacht“Die zwei letzten Pfennigwerte, jetzt auf Papier mit Wasserzeichen Wz.1 (Rauten). 2 Werte, Luxusqualität postfrisch. Katalogwert € 40,50
19,90 €*
Dt. Kolonien Karolinen MiNr. 7/15 ** FM: Kaiseryacht - nur Pf-Werte (Kurzsatz)
Karolinen MiNr. 7-15 „Kaiseryacht“Kurzsatz der Pfennigwerte, 9 Werte, Luxusqualität postfrisch. Katalogwert € 41,-
39,90 €*
Dt. Kolonien Kiautschou MiNr. 28/33 o kl. Kaiseryacht, Kurzsatz Cent-Werte mit Wz.
Kiautschou MiNr. 28-33 „Kaiseryacht“ Kurzsatz der Cent-Werte, 6 Werte mit Wasserzeichen, Luxusqualität gestempelt. Katalogwert € 94,50
62,50 €*
Dt. Kolonien Kiautschou MiNr. 5/13 o FM: Kaiseryacht - nur Pf-Werte (Kurzsatz)
Kiautschou MiNr. 5-13 „Kaiseryacht“Kurzsatz, 9 Werte mit Wertangaben in Pfennig. Luxusqualität gestempelt. Katalogwert € 173,90
139,00 €*
Dt. Kolonien Marianen MiNr. 1II/6II ** Krone/Adler, 6 Werte mit steilem Aufdruck
Marianen MiNr. 1II-6II „Krone/Adler“Seltener Komplettsatz, 6 Werte mit steilem Aufdruck. Luxusqualität postfrisch. Katalogwert € 650,-
575,00 €*
Dt. Kolonien Marianen MiNr. 20/21B ** Kaiseryacht, 2 Werte mit Wz.1
Marianen MiNr. 20-21B „Kaiseryacht“Die zwei letzten Marken: 3Pf "kleine Kaiseryacht" und der Höchstwert 5Mark "große Kaiseryacht". Beide jetzt auf Papier mit Wasserzeichen Wz.1 (Rauten). 2 Werte, Luxusqualität postfrisch. Katalogwert € 252,50
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Dt. Kolonien Marianen MiNr. 7/15 ** FM: Kaiseryacht - die Pf-Werte (Kurzsatz)
Marianen MiNr. 7-15 „Kaiseryacht“Kurzsatz, 9 Werte ohne Wasserzeichen. Luxusqualität postfrisch. Katalogwert € 37,70
34,50 €*
Dt. Kolonien Marshall-Inseln MiNr. 13/21 o FM: Kaiseryacht - Kurzsatz der Pf-Werte
Marshall-Inseln MiNr. 13-21 „Kaiseryacht“ Kurzsatz der Pfennigwerte, 9 Werte. Luxusqualität gestempelt. Katalogwert € 147,50
99,00 €*
Der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck (seit 1862 im Amt) strebte einen deutschen Nationalstaat unter der Vorherrschaft Preußens an. Obwohl ein Einschluss Österreichs nach dem Preußisch-Österreichischen Krieg von 1866 um die Vorherrschaft im Deutschen Bund in weite Ferne gerückt war, erkannte er die Schubkraft des Krieges für den nationalen Gedanken und suchte sie zu nutzen. Otto von Bismarck, der "Eiserne Kanzler", arbeitete zielstrebig an der Einheit Deutschlands, wobei er sich eine "kleindeutsche Lösung" unter Führung Preußens ohne den Vielvölkerstaat Österreich vorstellte.
Im Frieden von Prag stimmte Österreich der Auflösung des Deutschen Bundes und der geplanten Neuordnung Deutschlands ohne österreichische Beteiligung zu.
1866/67 wurde der Norddeutsche Bund mit den Staaten Braunschweig, Bremen, Hamburg, Lübeck, Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz, Oldenburg, Preußen und Sachsen gegründet. Der Norddeutsche Bund war kein lockerer Staatenbund mehr, sondern ein Bundesstaat mit dem Bundeskanzler – in Doppelfunktion vom preußischen Ministerpräsidenten Bismarck ausgeübt – als oberstes Regierungsorgan, mit einheitlicher Außen- und Militärpolitik sowie mit Verfassung und Militär. Ab dem 1. Januar 1868 wurden auch eigene Briefmarken verausgabt; zuvor hatte Preußen bereits die Post von Hannover, Schleswig-Holstein und von Thurn & Taxis übernommen.
1870 bis 1871 kam es zum Krieg gegen Frankreich, an dem auch – womit Frankreich nicht gerechnet hatte – die süddeutschen Staaten nicht zögerten, ihren Bündnisverpflichtungen nachzukommen und sich an die Seite Preußens zu stellen. Unter dem Eindruck des Krieges traten die süddeutschen Staaten dem Norddeutschen Bund bei und machten damit den Weg für die Reichseinigung frei. Frankreich musste Elsaß-Lothringen abtreten und Bismarck erreichte den Zusammenschluss der süddeutschen Staaten mit dem Norddeutschen Bund zum Deutschen Reich. Am 18. Januar 1871 wurde König Wilhelm I. von Preußen in Versailles zum Deutschen Kaiser ausgerufen.
Neben der politischen Einheit entstand ein einheitlicher Wirtschafts- und Zollraum. Auch postalisch vollzog sich die Einheit, da mit Inkrafttreten der Verfassung am 4. Mai 1871 die Deutsche Reichspost den am 1. Januar 1868 gegründeten Norddeutschen Postbezirk ablöste.
Bei der Schaffung des Deutschen Reiches spielten auch die Briefmarken eine symbolträchtige Rolle: Die Briefmarken der einzelnen süddeutschen Staaten und des Norddeutschen Postbezirks wurden ungültig und am 1. Januar 1872 erschienen die ersten Briefmarken mit der Inschrift "Deutsche Reichs-Post". Die Königreiche Bayern und Württemberg behielten allerdings ihre Posthoheit bis 1920 und in Elsaß-Lothringen erschienen Briefmarken in Franc-Währung.
Insgesamt katalogisiert der Michel-Katalog bis zur Ausrufung der Weimarer Republik 104 Hauptnummern. Hinzu kamen Dienstmarken, Feldpostausgaben, Deutsche Seeposten, die Besetzungsausgaben des ersten Weltkrieges sowie die Ausgaben in den Deutschen Kolonien und Auslandspostämtern, viele Ganzsachen und Markenheftchen.
Ein umfangreiches Gebiet, das viel Raum für Spezialisierungen lässt und sich auch hier wieder, wie schon beim Sammelgebiet „Altdeutschland“, Postgeschichte ganz eng an der Zeitgeschichte anlehnt.
Die Briefmarken des Kaiserreichs
Am 1. Januar 1872 erschienen die ersten Briefmarken des Kaiserreichs, die als die sogenannte "Kleinen Brustschilde" bekannt sind. Auf den Briefmarken ist der preußische Adler in einem kombinierten Buch- und Prägedruck abgebildet. Ein halbes Jahr später erschien bereits eine neue Markenserie im Kaiserreich, deren Ausgaben als "Große Brustschilde" bezeichnet werden. Grund für die Neuausgabe war die Empfehlung von Heraldikern und Historikern, anstelle des Preußen-Adlers doch lieber das Hohenzollern-Wappen abzubilden.
Da die Währungsunion noch nicht vollzogen war galt im Norden des Deutschen Reiches die Thaler-Währung (1 Thaler = 30 Groschen) und im Süden die Gulden-Währung (1 Gulden = 60 Kreuzer). Deshalb gab es die Kleinen und Großen Brustschilde auch in beiden Währungen, die im jeweiligen Währungsbereich gültig waren. Am 1. Januar 1875 vollzog sich die Währungsunion auf den Briefmarken und die neuen Postwertzeichen trugen nun die neue Währung des Deutschen Reiches (1 Mark = 100 Pfennige).
Nach der Thronbesteigung von Kaiser Wilhelm II. im Dreikaiserjahr 1888 erschien am 1. Oktober 1889 eine neue Freimarkenserie, die sogenannte "Krone und Adler" Ausgabe.
Die Freimarkenserie mit der gekrönten Germania zählt zu den bekanntesten und langlebigsten der Postgeschichte Deutschlands. Sie startete zur Jahrhundertwende, überstand den Ersten Weltkrieg und erlebte den Beginn der Weimarer Republik. Die ersten Werte waren ab dem 1. Januar 1900 gültig. Die letzten Briefmarken konnten bis zum 31.10.1922 verwendet werden. Die Inschrift lautete anfangs „Reichspost“, ab 1902 „Deutsches Reich“.
Kaiser Wilhelm II. selbst wählte die Entwürfe für die Briefmarkenserie seines Kaiserreichs aus. Sie stammten von Paul Eduard Waldraff (1870–1917), einem bei der Reichsdruckerei in Berlin beschäftigten deutschen Grafiker und zeigen die Germania nach einem Bild der Heldendarstellerin Anna Strantz-Führing (1866-1929). Die aus Hamburg stammende Schauspielerin hatte wiederholt auf verschiedenen Bühnen die nationale Personifikation Deutschlands verkörpert. Der Kopf der Germania wird von einem Eichenlaubkranz geschmückt, ihr Blick ist Richtung Himmel, nach links in die Ferne gerichtet. In der rechten Hand hält die mit einem Brustpanzer bekleidete Walküre ein Schwert sowie einen Ölzweig. Der Eichenlaubkranz auf ihrem Kopf galt in Deutschland als ein Symbol für Treue. Das Schwert sollte die Stärke Deutschlands, der Ölzweig die Liebe Deutschlands zum Frieden ausdrücken.
Nachdem Württemberg am 31. März 1902 auf eigene Briefmarken verzichtete und nur noch Ausgaben für den dienstlichen Postverkehr verwendete, erschien eine weitere Serie mit der Inschrift "DEUTSCHES REICH", die erste Ausgabe mit der Inschrift "REICHSPOST" durfte noch bis zum Jahresende verwendet werden. Beide Ausgaben wurden ohne Wasserzeichen verausgabt.
Die Ausgaben ab 1905 verwendeten nach und nach das Wasserzeichen "Rauten". Da mit Beginn des Ersten Weltkrieges viele Rohstoffe knapp wurden, waren auch die Briefmarken des Kaiserreichs von dieser Rohstoffknappheit betroffen: Man unterscheidet deshalb bei der "Germania"-Serie zwischen Friedens- und Kriegsdruck, wobei letztere Ausgabe auf qualitativ schlechtem, stumpf und glanzlos wirkendem Papier mit meist verschwommenem Markenbild erschien und das Wasserzeichen häufig nur schwer zu erkennen ist.
Neben den Germania Briefmarken des Kaiserreichs erschienen Freimarken-Markwerte mit aufwändiger Symbolik: Der höchste Wert mit dem Motiv der Reichgründungsgedenkfeier knüpft an das symbolträchtige Historienbild von der Versailler Reichsgründung von 1871 an. Die sinnbildliche Darstellung von „Nord und Süd“ unter dem Motto „Seid einig, einig, einig!“ offenbart, wie sehr diese Einheit von dem Wohlwollen der eigenwilligen Fürsten des Kaiserreichs abhing. Noch immer waren die deutschen Fürsten nur unter erheblichen Zugeständnissen und Bedingungen ihrerseits bereit, sich der Reichsgewalt unterzuordnen. So zeigten die ersten Briefmarken denn auch nicht die Inschrift „Deutsches Reich“, sondern nur „Reichspost“. Eine „Reichspost“ in einem früher eigenständigen und souveränen Staat, das konnte man tolerieren. Viele dieser Staaten hatten ja ohnehin nie ein eigenes Postwesen besessen. Erst mehr als 30 Jahre nach der Gründung des Deutschen Reichs, am 1. April 1902, erschienen die ersten Briefmarken mit der Inschrift „Deutsches Reich“.
Briefmarken des Kaiserreichs im Online Shop kaufen
Im Online Shop des Deutschen Philatelie Services stellen wir Ihnen eine Auswahl an Briefmarken des Kaiserreichs zur Verfügung. Sehen Sie sich gern um und bestellen Sie Ihre bevorzugten Briefmarken des Kaiserreichs! Haben Sie weiteres Interesse am Sammelgebiet des Deutschen Reichs? Dann sehen Sie sich auch unsere Briefmarken der Weimarer Republik oder des Dritten Reichs an.
Bei Fragen zu unserem Sortiment an Briefmarken des Kaiserreichs können Sie uns selbstverständlich jederzeit kontaktieren. Wir helfen Ihnen gern bei Ihrem Anliegen. Sollten Sie zudem Anregungen zu weiteren Sammelgebieten haben, können Sie uns das ebenfalls gern mitteilen und dafür unser Kontaktformular nutzen.
Im Frieden von Prag stimmte Österreich der Auflösung des Deutschen Bundes und der geplanten Neuordnung Deutschlands ohne österreichische Beteiligung zu.
1866/67 wurde der Norddeutsche Bund mit den Staaten Braunschweig, Bremen, Hamburg, Lübeck, Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz, Oldenburg, Preußen und Sachsen gegründet. Der Norddeutsche Bund war kein lockerer Staatenbund mehr, sondern ein Bundesstaat mit dem Bundeskanzler – in Doppelfunktion vom preußischen Ministerpräsidenten Bismarck ausgeübt – als oberstes Regierungsorgan, mit einheitlicher Außen- und Militärpolitik sowie mit Verfassung und Militär. Ab dem 1. Januar 1868 wurden auch eigene Briefmarken verausgabt; zuvor hatte Preußen bereits die Post von Hannover, Schleswig-Holstein und von Thurn & Taxis übernommen.
1870 bis 1871 kam es zum Krieg gegen Frankreich, an dem auch – womit Frankreich nicht gerechnet hatte – die süddeutschen Staaten nicht zögerten, ihren Bündnisverpflichtungen nachzukommen und sich an die Seite Preußens zu stellen. Unter dem Eindruck des Krieges traten die süddeutschen Staaten dem Norddeutschen Bund bei und machten damit den Weg für die Reichseinigung frei. Frankreich musste Elsaß-Lothringen abtreten und Bismarck erreichte den Zusammenschluss der süddeutschen Staaten mit dem Norddeutschen Bund zum Deutschen Reich. Am 18. Januar 1871 wurde König Wilhelm I. von Preußen in Versailles zum Deutschen Kaiser ausgerufen.
Neben der politischen Einheit entstand ein einheitlicher Wirtschafts- und Zollraum. Auch postalisch vollzog sich die Einheit, da mit Inkrafttreten der Verfassung am 4. Mai 1871 die Deutsche Reichspost den am 1. Januar 1868 gegründeten Norddeutschen Postbezirk ablöste.
Bei der Schaffung des Deutschen Reiches spielten auch die Briefmarken eine symbolträchtige Rolle: Die Briefmarken der einzelnen süddeutschen Staaten und des Norddeutschen Postbezirks wurden ungültig und am 1. Januar 1872 erschienen die ersten Briefmarken mit der Inschrift "Deutsche Reichs-Post". Die Königreiche Bayern und Württemberg behielten allerdings ihre Posthoheit bis 1920 und in Elsaß-Lothringen erschienen Briefmarken in Franc-Währung.
Insgesamt katalogisiert der Michel-Katalog bis zur Ausrufung der Weimarer Republik 104 Hauptnummern. Hinzu kamen Dienstmarken, Feldpostausgaben, Deutsche Seeposten, die Besetzungsausgaben des ersten Weltkrieges sowie die Ausgaben in den Deutschen Kolonien und Auslandspostämtern, viele Ganzsachen und Markenheftchen.
Ein umfangreiches Gebiet, das viel Raum für Spezialisierungen lässt und sich auch hier wieder, wie schon beim Sammelgebiet „Altdeutschland“, Postgeschichte ganz eng an der Zeitgeschichte anlehnt.
Die Briefmarken des Kaiserreichs
Am 1. Januar 1872 erschienen die ersten Briefmarken des Kaiserreichs, die als die sogenannte "Kleinen Brustschilde" bekannt sind. Auf den Briefmarken ist der preußische Adler in einem kombinierten Buch- und Prägedruck abgebildet. Ein halbes Jahr später erschien bereits eine neue Markenserie im Kaiserreich, deren Ausgaben als "Große Brustschilde" bezeichnet werden. Grund für die Neuausgabe war die Empfehlung von Heraldikern und Historikern, anstelle des Preußen-Adlers doch lieber das Hohenzollern-Wappen abzubilden.
Da die Währungsunion noch nicht vollzogen war galt im Norden des Deutschen Reiches die Thaler-Währung (1 Thaler = 30 Groschen) und im Süden die Gulden-Währung (1 Gulden = 60 Kreuzer). Deshalb gab es die Kleinen und Großen Brustschilde auch in beiden Währungen, die im jeweiligen Währungsbereich gültig waren. Am 1. Januar 1875 vollzog sich die Währungsunion auf den Briefmarken und die neuen Postwertzeichen trugen nun die neue Währung des Deutschen Reiches (1 Mark = 100 Pfennige).
Nach der Thronbesteigung von Kaiser Wilhelm II. im Dreikaiserjahr 1888 erschien am 1. Oktober 1889 eine neue Freimarkenserie, die sogenannte "Krone und Adler" Ausgabe.
Die Freimarkenserie mit der gekrönten Germania zählt zu den bekanntesten und langlebigsten der Postgeschichte Deutschlands. Sie startete zur Jahrhundertwende, überstand den Ersten Weltkrieg und erlebte den Beginn der Weimarer Republik. Die ersten Werte waren ab dem 1. Januar 1900 gültig. Die letzten Briefmarken konnten bis zum 31.10.1922 verwendet werden. Die Inschrift lautete anfangs „Reichspost“, ab 1902 „Deutsches Reich“.
Kaiser Wilhelm II. selbst wählte die Entwürfe für die Briefmarkenserie seines Kaiserreichs aus. Sie stammten von Paul Eduard Waldraff (1870–1917), einem bei der Reichsdruckerei in Berlin beschäftigten deutschen Grafiker und zeigen die Germania nach einem Bild der Heldendarstellerin Anna Strantz-Führing (1866-1929). Die aus Hamburg stammende Schauspielerin hatte wiederholt auf verschiedenen Bühnen die nationale Personifikation Deutschlands verkörpert. Der Kopf der Germania wird von einem Eichenlaubkranz geschmückt, ihr Blick ist Richtung Himmel, nach links in die Ferne gerichtet. In der rechten Hand hält die mit einem Brustpanzer bekleidete Walküre ein Schwert sowie einen Ölzweig. Der Eichenlaubkranz auf ihrem Kopf galt in Deutschland als ein Symbol für Treue. Das Schwert sollte die Stärke Deutschlands, der Ölzweig die Liebe Deutschlands zum Frieden ausdrücken.
Nachdem Württemberg am 31. März 1902 auf eigene Briefmarken verzichtete und nur noch Ausgaben für den dienstlichen Postverkehr verwendete, erschien eine weitere Serie mit der Inschrift "DEUTSCHES REICH", die erste Ausgabe mit der Inschrift "REICHSPOST" durfte noch bis zum Jahresende verwendet werden. Beide Ausgaben wurden ohne Wasserzeichen verausgabt.
Die Ausgaben ab 1905 verwendeten nach und nach das Wasserzeichen "Rauten". Da mit Beginn des Ersten Weltkrieges viele Rohstoffe knapp wurden, waren auch die Briefmarken des Kaiserreichs von dieser Rohstoffknappheit betroffen: Man unterscheidet deshalb bei der "Germania"-Serie zwischen Friedens- und Kriegsdruck, wobei letztere Ausgabe auf qualitativ schlechtem, stumpf und glanzlos wirkendem Papier mit meist verschwommenem Markenbild erschien und das Wasserzeichen häufig nur schwer zu erkennen ist.
Neben den Germania Briefmarken des Kaiserreichs erschienen Freimarken-Markwerte mit aufwändiger Symbolik: Der höchste Wert mit dem Motiv der Reichgründungsgedenkfeier knüpft an das symbolträchtige Historienbild von der Versailler Reichsgründung von 1871 an. Die sinnbildliche Darstellung von „Nord und Süd“ unter dem Motto „Seid einig, einig, einig!“ offenbart, wie sehr diese Einheit von dem Wohlwollen der eigenwilligen Fürsten des Kaiserreichs abhing. Noch immer waren die deutschen Fürsten nur unter erheblichen Zugeständnissen und Bedingungen ihrerseits bereit, sich der Reichsgewalt unterzuordnen. So zeigten die ersten Briefmarken denn auch nicht die Inschrift „Deutsches Reich“, sondern nur „Reichspost“. Eine „Reichspost“ in einem früher eigenständigen und souveränen Staat, das konnte man tolerieren. Viele dieser Staaten hatten ja ohnehin nie ein eigenes Postwesen besessen. Erst mehr als 30 Jahre nach der Gründung des Deutschen Reichs, am 1. April 1902, erschienen die ersten Briefmarken mit der Inschrift „Deutsches Reich“.
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